Lancierung Petition: Riesbach ohne Quartierblock
- 27. Feb.
- 2 Min. Lesezeit
Die Stadt Zürich plant im Quartier Riesbach einen sogenannten Quartierblock. Ziel ist es, den motorisierten Durchgangsverkehr zu reduzieren und mehr Begegnungsraum zu schaffen. Die aktuell angedachte Lösung erscheint einigen Anwohnerinnen und Anwohnern nicht sinnvoll, nach einer inhaltlichen Auseinandersetzung mit dem Thema setzen wir uns von der FDP Kreis 7 und 8 mit einer Petition gegen dieses Projekt ein. Als Mitinitiantin bin ich froh, dass wir dieses Thema aufnehmen.
So habe ich bisherigen beiden Informationsmorgen besucht. Die durchaus auch kritischen Punkte, die im 1. Termin geäussert wurden, waren beim zweiten Termin kaum aufgenommen. Viele zentrale Fragen zum Projekt blieben unbeantwortet, insbesondere die wichtigste: Welches konkrete Problem soll hier überhaupt gelöst werden? Entsprechend ergeben sich kritische Punkte, die zuerst zu analysieren sind, vor Massnahmen getroffen werden.
Kein Problem - keine Massnahmen
Bis heute wurde nicht nachvollziehbar aufgezeigt, dass im Quartier ein akutes Verkehrsproblem besteht, das einen Quartierblock rechtfertigt. Riesbach - und das weitere Seefeld - ist bereits heute ein sehr lebenswertes Quartier mit zahlreichen Begegnungsräumen, nicht zuletzt durch die Nähe zum See.
Unsere Haltung ist deshalb klar: Wo kein klar belegtes Problem besteht, braucht es auch keine einschneidenden Massnahmen. Auch nicht als Pilotprojekt.
Auswirkungen auf den Verkehr unklar
Massnahmen wie Sackgassen, Einbahnregime oder Strassen-Unterbrechungen führen in der Praxis oft zu Umleitungen und Mehrbelastung in angrenzenden Strassen. Der Verkehr verschwindet nicht; er wird verschoben. Die Höschgasse und Seefeldstrasse sind bereits heute belastet. Die Auswirkungen auf die angedachten Massnahmen sind zu wenig untersucht.
Steigende Lärmbelastung
Gleichzeitig besteht die Gefahr, dass mehr Menschen auch abends im Quartier verweilen. Für viele Anwohnende, die bereits heute besonders im Sommer bis spät in die Nacht unter Lärm leiden, würde sich die Situation weiter verschärfen.
Auswirkungen auf das Gewerbe genau betrachten
Viele lokale Betriebe im Seefeld kämpfen bereits seit Jahren mit Baustellen, eingeschränkter Erreichbarkeit und dem Abbau von Parkplätzen. Gerade Geschäfte, die auf Kundschaft von ausserhalb angewiesen sind, könnten spürbare Umsatzeinbussen erleiden. Langjährige Betriebe geraten dadurch unnötig unter Druck.
Kosten und Nutzen bleiben unklar
Ein solches Projekt bindet Steuergelder, Verwaltungsressourcen und Planungsaufwand. Trotzdem fehlt bisher eine klare Kosten-Nutzen-Analyse, die öffentlich einsehbar ist und zeigt, welchen konkreten Mehrwert der Quartierblock tatsächlich bringen soll.
Unsere Forderungen
Deshalb fordern wir den Stadtrat auf, den Quartierblock Riesbach nicht umzusetzen, bevor folgende Fragen transparent und nachvollziehbar beantwortet sind:
Besteht im Quartier tatsächlich ein Verkehrsproblem, das diesen Eingriff rechtfertigt?
Wie entwickeln sich Verkehr, Lärm und Stau, wenn die Ableitungen auf die Seestrasse irreversibel entfallen?
Welche wirtschaftlichen Auswirkungen sind für das lokale Gewerbe zu erwarten?
Nach welchen Kriterien wird der Erfolg des Pilotprojekts beurteilt, und wer trifft diese Entscheidung?
Nur auf dieser Grundlage kann seriös beurteilt werden, ob der Quartierblock im Riesbach sinnvoll, notwendig und vertretbar ist.
Unterstützen Sie diese Petition und setzen Sie sich für eine faktenbasierte und verhältnismässige Stadtentwicklung ein.





