Warum wir beim Quartierblock Riesbach jetzt nachhaken
Vor gut einem Monat hat uns der Stadtrat auf unsere Petition zum Quartierblock Riesbach geantwortet. Ehrlich gesagt: Wir haben uns mehr erhofft.
Dass der Streit ums Quartier längst nicht ausgestanden ist, zeigt auch das Tagblatt Zürich, das dem Thema kürzlich eine ganze Seite gewidmet hat («Zwist um Verkehrsfluss», 26. August 2026). Der Artikel macht deutlich: Die Stadt hat das Projekt bereits einmal angepasst und den ursprünglich geplanten Platz an der Kreuzung Dufour-/Hornbachstrasse gestrichen. Ein Hinweis darauf, dass unsere Kritik ankommt, aber noch lange kein Grund, jetzt lockerzulassen.
Denn die Antwort des Stadtrats auf unsere Petition bestätigt eigentlich genau das, was wir befürchtet haben. Die Verkehrserhebung im Quartier ist bis heute nicht gemacht worden, sie soll erst nach Abschluss der Bauarbeiten an der Bellerivestrasse erfolgen. Der Stadtrat schreibt sogar selbst, eine verlässliche Einschätzung der Folgen sei "zum heutigen Zeitpunkt noch nicht möglich". Und trotzdem läuft die Planung weiter, als wäre das kein Problem.
Das können wir so nicht stehen lassen. Wenn selbst die Stadt zugibt, dass ihr die Fakten fehlen, dann muss zuerst geklärt werden, wie und wann diese Fakten überhaupt vorliegen, bevor etwas Definitives beschlossen wird. Ein Quartierblock ist kein Experiment, das man einfach zurückdreht: Sobald die Strassen umgebaut sind, ist das für Jahre Realität.
Deshalb reichen wir heute im Gemeinderat eine Schriftliche Anfrage ein. Wir wollen es konkret wissen: Wann genau wird die Verkehrserhebung in Riesbach durchgeführt? Nach welcher Methodik wird gemessen, ob die Massnahmen überhaupt etwas bringen? Und was bedeutet das Ganze fürs lokale Gewerbe, wenn sich der Verkehr im Quartier verändert?
Wir sind überzeugt: Ein Eingriff, der unser Quartier über Jahre prägen wird, verdient mehr als vage Versprechen. Wir bleiben dran und halten euch auf dem Laufenden.





